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Erbschein

WAS IST DAS?

Der Erb- bzw. der Vermächtnisschein ist ein gerichtliches Zeugnis, das auf Antrag der Erben bzw. der Vermächtnisnehmer erteilt wird. Der Erlass des Erbscheins erfolgt mit Verfügung der zuständigen Gerichtsbehörde; er bildet die unerlässliche Voraussetzung für die grundbücherliche Eintragung (die sog. „Einverleibung“) von Liegenschaften, die in den Nachlass gefallen sind.

Diese Verfahrensweise ist nur für jene Liegenschaften notwendig, die sich in den Provinzen Bozen, Trient, Triest und Görz befinden.

NORMATIVE GRUNDLAGEN

Art. 13 ff. KglD vom 28. März 1929, Nr. 499

WER KANN IHN BEANTRAGEN?

Erben und Vermächtnisnehmer, sowie Dritte, die daran ein Interesse haben, falls der zur Erbschaft Berufene die Erbschaft angenommen hat (Art. 13-bis KglD vom 28. März 1929, Nr. 499).

PROZEDERE UND ERFORDERLICHE UNTERLAGEN

Der Rekurs ist zusammen mit dem diesbezüglichen Antrag auf Eintragung in das Register bei der Kanzlei für Nachlassangelegenheiten einzubringen, wobei die Unterschriften der Erben entweder von einem Notar oder von einem Rechtsanwalt, der mit einer Prozessvollmacht versehen ist, beglaubigt werden müssen.

Dem Rekurs sind nachstehende Urkunden beizulegen, wobei diese, je nachdem, ob es sich um eine gesetzliche oder eine testamentarische Erbschaft handelt, unterschiedlich sind:

  • Totenschein (stempelsteuerfrei)
  • beglaubigte Abschrift der Meldung der Erbfolge (stempelsteuerpflichtig)
  • beglaubigte Abschrift des Testaments (stempelsteuerpflichtig)
  • historischer Familienbogen des Verstorbenen mit Angabe des Verwandtschaftsgrades (stempelsteuerpflichtig)
  • Grundbuchauszug der Liegenschaft (falls die Feststellung des Erwerbs des Wohnungsrechts gemäß Art. 540 2. Abs. ZGB beantragt wird)
  • Unterschrift der Erben, beglaubigt von einem Notar oder von einem Rechtsanwalt, der mit einer Prozessvollmacht versehen ist

WO IST DER ANTRAG EINZUBRINGEN?

Der Rekurs ist beim örtlich zuständigen Landesgericht  unter Bezugnahme auf das letzte Domizil des Verstorbenen einzureichen.

Falls die Erbfolge außerhalb der Gebiete, in denen das Grundbuchsystem gilt, eröffnet worden ist, dann ist für den Erlass des Erbscheins jenes Landesgericht (bzw. dessen Außenstelle) zuständig, in dessen Sprengel sich der größte Teil der zu den genannten Gebieten gehörenden Liegenschaften des Verstorbenen befindet.

In Bozen:

Landesgericht Bozen, Gerichtsplatz 1 – 39100 Bozen
Kanzlei für Nachlassangelegenheiten – 3. Stock (Gebäudeseite zur Italienallee)

 

KOSTEN UND GEBüHREN

Das Verfahren unterliegt der Entrichtung des Einheitsbeitrages.

Des Weiteren unterliegt es:

  • der Entrichtung einer Stempelmarke zu € 27,00 als pauschale Gebühr für Zustellungen (Art. 30 DPR 115/02)
  • den Gebühren für einfache und beglaubigte Abschriften gemäß Art. 40 DPR 30. Mai 2002, Nr. 115 (EinheiT in Sachen Gerichtskosten)